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  • 7th Juli 2011 - By Kulturbanause

    Die OperDie Einen lieben sie, die anderen mögen sie überhaupt nicht und manche verstehen sie nicht: die Oper. Was in der deutschen Sprache als Oper genannt wird, ist eine Gattung des Theaters, der Begriff stammt vom italienischen ab (opera in musica). Die Oper ist große Kunst, ein gewaltiges Werk, bedenkt man die Anzahl der Komponenten, Bestandteile und Beteiligte benötigt werden.

    Arten

    Diese musikalische Form der Theaterdarbietung trägt die Bezeichnung Oper seit 1607. Beeindruckend bei der Oper sind die Komplexität und die Anzahl der beteiligten Akteure und Gewerke. Zunächst das Libretto, vom entsprechenden Dichter produziert. Dann ist die Musik, mit Beteiligung des Orchesters, der Sänger und des Dirigenten.
    Weiterhin sind das Ballett, die darstellenden Künstler und Schauspieler und natürlich das Bühnenbild, die Beleuchtung und Maske und Kostüme. So kann also festgehalten werden, dass Oper stets aufwendige, große Kunst ist, die das Zusammenspiel einer großen Zahl von Beteiligten voraussetzt. Was der Zuschauer als eine homogene Kunstdarbietung wahrnimmt, ist tatsächlich die Aneinanderreihung von vielen einzelnen Leistungen, die perfekt harmonieren müssen.

    Die historische Betrachtung und Wurzeln der Oper

    Wurzeln bzw. eine Vorgeschichte kann man im antiken griechischen Theater erkennen, bei dem eine Handlung mit Musik verbunden wurde. Dem Chor wurde dabei eine wichtige Rolle zugedacht, wobei dieser auch die Aufgabe hatte, die pantomimischen Darstellungen der aufführenden Künstler kommentierend zu begleiten. Diese Kunstart wurde im Mittelalter fortgeführt, allerdings stark klerikal begleitet um dem Volk Inhalte der Heiligen Schrift auf diesem Wege näher zu bringen. So wurden Teile der Lithurgie in dieser Art dargestellt.

    Der französische Königshof unterhielt ab 1581 ein Ballett und ein Comedie-Ballett, was für die Entwicklung der Oper in Frankreich mitentscheidend war. Die Oper im heutigen Sinne allerdings entstand ende des 16. Jahrhunderts in Florenz. Mit dem Versuch, das antike Drama wiederzubeleben beschäftigte sich ein Kreis von Humanisten und förderten damit eine Darstellungsart die Solisten, Chor und Orchester in einem kohärenten Stück integrierte. Auch das erste Opernhaus entstand in Italien, diesmal allerdings 1637 in Venedig. Weitere Aufführungsstätte folgten schnell und Venedig feierte die Entwicklung der venezianischen Oper, die anders als die bislang üblichen auch komischen Randfiguren im Libretto zu bieten hatte. Die Oper wurde kommerzialisiert um die Publikumsakzeptanz zu erreichen. Die Librettisten verdienten zu der Zeit ihr Geld mit den Verkäufen der geschriebenen Handlung. Diese wurde in Heftchen samt Lesekerze an das Publikum verkauft, was natürlich den Lebensunterhalt nicht deckte. Die Oper erfuhr eine weite Verbreitung in Europa und erreichte außer Frankreich auch Deutschland beziehungsweise die Länder deutscher Sprache.

    Hamburg und Leipzig besaßen populäre Opernhäuser und einige deutschsprachige Komponisten kreierten Opern meist unter der finanziellen Obhut von Adligen. Obwohl kaum ein Opernkomponist produktiver als Händel war, sind die Meisterwerke von Wolfgang Amadeus Mozart Sternstunden der Oper. Große Komponisten, die auch heute gelegentlich neu inszeniert immer wieder gespielt werden, auch wenn sie verschiedenen Richtungen der Oper angehören, sind Beethoven, der eine einzige Oper, Fidelio, schrieb. Carl-Maria von Weber, Schubert, Wagner, Donizetti, Verdi, die Liste ist unvollständig und könnte Seiten füllen. Jedenfalls sind die Werke für Opernliebhaber sehr reichhaltig. Opernhäuser wurden weltweit errichtet und erfreuen sich bis zum heutigen Tage großer Beliebtheit.

    Fotourheber: Sergey Galushko – Fotolia

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